Über uns

Unsere Gesellschaft nimmt Gewalt gegen Kinder, solange sie nicht öffentlich auf der Straße ausgeübt wird, kaum wahr. Wahrgenommen werden gerade noch institutionelle GewalttäterInnenin Schlagzeilen – Kirche, ÖSV, staatliche Internate – aber die familiäre Gewalt gegen Kinder verschwindet hinter der familiären Privatsphäre.

Übernehmen Wir Verantwortung sind Menschen, die sich rund um das Thema Gewalt in der Kindheit zu einer Organisation von Betroffenen und HelferInnen zusammengefunden haben, um einen neuen Weg im Umgang mit der Hilfe für Opfer zu beschreiten. Die Organisation dient auch dem persönlichen und charakterlichem Wachstum ihrer Mitglieder.

Neben diesem, auf die Betroffenen orientierten Weg, beschreiten wir aber ebenfalls den Weg der TäterInnenarbeit. Unserer Erfahrung nach, sind unter den TäterInnen auch ehemalige Opfer von Gewalt in der Kindheit und benötigen hier Einsicht und Möglichkeiten, den eingeschlagenen Weg zu verlassen.

Unser Ziel

Es ist einfach, sich für Kinder einzusetzen. Aber wenn diese Kinder erwachsen sind, will niemand mehr was mit ihnen zu tun haben, weil sie sozial auffällig und im wahrsten Sinne des Wortes gestört sind. Der gesellschaftliche Umgang mit den Menschen, die Gewalt in der Kindheit erlebt haben, ist geprägt von Nichtteilhabe, Nichtanteilnahme, Nichtunterstützung, Nichtempathie.

Wir sind der Überzeugung, dass wir dafür nicht allein die Zivilgesellschaft in die Verantwortung nehmen dürfen, vor allem deshalb, weil Menschen ohne Gewalterfahrungen sich schwer in Menschen mit Gewalterfahrungen hineinversetzen können.  Es gibt viele Menschen, die gute und kompetente Hilfe leisten, auf vielen Ebenen, in vielen nützlichen Institutionen.

Letztendlich bedarf es einer Organisation, in der Betroffene sich selbst und einander organisieren, wo wir füreinander da sein können, wo wir das leisten können, wozu die Gesellschaft und die staatlichen Institutionen nicht im Stande sind. Daher beschreiten wir diesen neuen Weg